PACECRAFT | Schön. Unsterblich. Unbesiegbar - Gründe, um mit dem Laufen anzufangen
Es gibt circa eine Milliarde Gründe, mit dem Laufen anzufangen. Hier einige davon.
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Schön. Unsterblich. Unbesiegbar.

Schön. Unsterblich. Unbesiegbar - Gründe, mit dem Laufen anzufangen

Schön. Unsterblich. Unbesiegbar.

Die besten Gründe, mit dem Laufen anzufangen

Laufen verändert die Perspektive. Manchmal auch das ganze Leben. Bevor ich selbst damit begonnen habe, empfand ich für Läufer und Jogger häufig eine besondere Art Mitleid. Während ich rauchend mein Bier im Park trank und mit Freunden oder einem überaus schlauen Buch die essentiellen Fragen des Lebens zu beantworten suchte, kam es mir einigermaßen absurd vor, sich in alberner Funktionsbekleidung schwitzend durch die Gegend zu schleppen. Bei all den gesellschaftlichen und intellektuellen Herausforderungen, die das Leben zu bieten hat – wie kann man seine Zeit da mit etwas derartig Profanem wie Sport verplempern? Arme Irre. Warum machen die das?

Warum die das machen und warum Läufer alles andere als masochistische und bemitleidenswerte Kreaturen sind, habe ich mittlerweile verstanden. Und vielleicht kann ich es sogar erklären. Ich schätze, es gibt circa eine Milliarde Gründe, mit dem Laufen anzufangen. Hier einige davon:

Laufen macht reich und unabhängig

Laufen kannst du überall und jederzeit. Mit fast jeden Klamotten und mit guten Klamotten bei fast jedem Wetter. Und das Geld, das du für gute Kleidung ausgibst, ist auf jeden Fall weniger als der Mitgliedsbeitrag für ein Fitnessstudio. Du bist nicht vertraglich gebunden. Den einzigen Vertrag, den du benötigst, schließt du mit dir selbst: Entscheide, ein Läufer zu werden.

Laufen macht unsterblich

Laufen macht quasi unsterblich. Telomere, die Protein-Enden der DNA werden geschützt und das ist eine der effektivsten lebenserhaltenden Maßnahmen überhaupt. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass moderates Lauftraining die Lebensdauer um bis zu drei Jahre erhöht – zumindest gibt es einen sehr starken Zusammenhang zwischen Langlaufen und Langleben. Stärker ist eigentlich nur noch der zwischen Leben und Laufen insgesamt.

Laufen macht gesund

Und auch die Zeit bis zum Tod wird durch Laufen tendenziell schöner. Mit den offensichtlich positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden ließen sich ganze Bücher füllen. Hier deshalb nur einige Highlights: Regelmäßiges Laufen stärkt das Herz und senkt den Blutdruck. Entgegen vieler Gerüchte schädigt Laufen (bei okayer Lauftechnik) nicht die Knie, sondern stärkt die Knochen und verhindert Osteoporose. Das Brustkrebs-Risiko sinkt. Das Lungenvolumen erhöht sich. Läufer haben seltener Allergien und Erkältungen. Laufen stärkt die Rumpfmuskulatur und verhindert Rückenschmerzen. Die Blutgefäße werden flexibler, die Zahl der roten Blutkörperchen nimmt zu… Ich könnte stundenlang so weitermachen.

Plus: Wer regelmäßig läuft, merkt wie gut sich das anfühlt und will tendenziell, dass das so bleibt oder sich am besten noch besser anfühlt. Und das geht nicht selten mit einer quasi-magischen Veränderung des ganzen Lebensstils einher. Weil es einfach Sinn macht. Ein paar Pfunde loswerden, Rauchen aufgeben, sich gesünder ernähren, mehr und besser schlafen. Auch das sind Faktoren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimieren und den Blutdruck senken und ganz nebenbei glücklich machen.

Laufen macht glücklich

Laufen unterstützt den Stressabbau und sorgt für Entspannung. Regelmäßiges Laufen baut ganz heimlich, still und leise das Gehirn um und erhöht die Stress-Resistenz. Die Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen wird erhöht.

No matter your pace – run happy

Und die Kombination aus Glücklich(er)sein und Entspannung ermöglicht sowohl so etwas wie das Runner’s High als auch besseren und längeren Schlaf. Der wiederum macht gesund und glücklich. Und schon befindet man sich in einem Teufelskreis – wobei davon ausgegangen werden kann, dass wir es hier mit einem ziemlich gut erholten und glücklichen Teufel zu tun haben.

Laufen macht hungrig

Aber das macht nichts. Denn Laufen benötigt auch ziemlich viel Energie. Nämlich ungefähr doppelt so viel wie beim Gehen. Und schon bei langsamem, gemütlichem Joggen mindestens zehn Mal so viel wie beim Rumliegen. Wer mit dem Laufen anfängt, kann also relativ einfach ein paar überflüssige Pfunde loswerden. Das ist ja an sich schon mal nicht schlecht. Umgekehrt muss man aber den erhöhten Energiebedarf nicht (nur) zum Abnehmen, sondern kann ihn einfach zum mehr Essen nutzen. So wie es viel zu viele gute Bücher gibt, um sie in einem Leben zu lesen – selbst wenn es durch Laufen verlängert wird – gibt es zu viele leckere Gerichte, um sie alle zu probieren. Durch Laufen und mit etwas Glück schrumpfen diese Diskrepanzen in nicht unerheblichem Maße.

Laufen macht schlau

Ich glaube, die häufigsten offiziell vorgebrachten Gründe gegen das Laufen von Leuten, die es noch nie ersthaft versucht oder nur kurz ausprobiert haben, sind: Laufen ist eintönig. Viel zu langweilig. Aber das Leben ist immer nur so eintönig und langweilig wie man es lässt. Einen Lauf kann man nutzen, um Musik oder Hörbücher zu hören. Es gibt eigentlich immer neue Ecken oder neue Details in längst bekannten Ecken zu entdecken. Laufen ist eine der besten Möglichkeiten, ganz in Ruhe Natur, Licht, Luft und Sonne zu genießen. Wer ganz auf Beschallung und Grübeln verzichten will, nutzt einen langsamen, langen Lauf zur Mediation. Einfach dem Rhythmus des Atems oder dem der Schritte folgen und dem Moment Raum geben. Plus: Während des Laufens wird vermehrt Dopamin ausgeschüttet – die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu.

Laufen macht Spaß

Ausdauertraining macht – wenn auch nicht unbedingt sofort – irgendwann Spaß. Es macht Spaß schneller zu werden oder mit der Zeit immer länger laufen zu können. Und sich gesund und stark fühlen sowieso.

„First you feel like Dying. Then you feel reborn.“

Den inneren Schweinehund überwinden. Selbstgesteckte Ziele, die man anfangs als vollkommen utopisch abgetan hat, erreichen. Laufen steigert das Selbstvertrauen, das sich auf alle anderen Lebensbereiche übertragen lässt. Es geht nicht um das sonst fast überall so wichtige „Leistung bringen“ – es geht darum, sich mit sich selbst gut zu fühlen. Von sich selbst überrascht zu sein. Es geht um Zufriedenheit.

Laufen entfaltet Superkräfte

Es macht nicht nur schön und jung, sondern mit dem richtigen Soundtrack auch unbesiegbar!

Laufen gehört dir

Ob du Musik oder ein Buch hörst, über den vor oder hinter dir liegenden Tag oder ein wichtiges Problem nachdenkst, das Hirn einfach aushängst und die Zeit „draußen“ genießt – das Laufen gehört nur dir. Da kann dir keiner reinreden und niemand kann auf deine Zeit zugreifen. Wer sich das vor und während jedes Laufs bewusst macht, macht die Laufzeit zur echten Qualitätszeit.

Laufen ändert dein Leben

Gerade wenn du vielleicht lange keinen oder noch nie so richtig Sport gemacht hast… Wenn du zweifelst, ob du das überhaupt kannst (du bist halt eher so der Denkertyp)… Wenn du bei den ersten Läufen hoffst, niemanden zu treffen, der dich kennt, weil das alles total albern ist… wenn du nach gerade mal einer Minute Laufen wieder eine Gehpause machen musst, während dieser drahtige Typ mit seinen vor Kraft nur so triefenden Riesenschritten bereits zum dritten Mal an dir vorbei fliegt… dann kann Laufen dein Leben wirklich ändern.

Denn wenn du es trotzdem ausprobierst, wenn du dich nicht einschüchtern, nicht von schlechtem Wetter abhalten und von knappen Zeitplänen ablenken lässt. Wenn du durchhältst und so ganz langsam verstehst, was alles in dir steckt, geht es raus. Raus aus der Unsicherheit, dem Zweifel, der Lethargie. Das Laufen zieht Kreise und dich weg von den Dingen, die dir im Leben so nebenbei und ohne das eigene Zutun geschehen. Die Mischung aus körperlicher Anstrengung, Geduld und Ruhe im Kopf, macht es immer einfacher, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Beim Laufen, beim Essen, beim Leben. Laufen macht autonom und Lust auf Freiheit. Denn schließlich bist du ein Läufer! Klingt pathetisch und übertrieben? Probier es aus… Und vielleicht irgendwann läufst du im Park an jemandem vorbei, der dir mitleidig zuprostet und dann wieder in sein wichtiges Buch guckt. Und du lächelst.

„I really regret that run.“
Said no one. Ever.
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